Häufig auftretende Fragen zum Hospizdienst

 

  • Wie werde ich ehrenamtlicher Hospizbegleiter oder ehrenamtliche Hospizbegleiterin?

Dieses Ehrenamt kann jeder bekleiden, der in seiner Freizeit einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen möchte und eine stabile Psyche hat. Da unser Engagement zum Teil von den Krankenkassen refinanziert wird, muss jeder Ehrenamtliche, der am Krankenbett oder in der Familie begleiten möchte, eine Ausbildung absolvieren. Diese dauert ein knappes Jahr und wird momentan in Schwerin durchgeführt.

Unsere ausgebildeten Ehrenamtlichen begleiten Schwerstkranke und Sterbende und deren Angehörige. Sie begleiten in der Häuslichkeit, in Altenpflegeeinrichtungen und im Krankenhaus, überall sind sie der Verschwiegenheit verpflichtet. Der Zeitaufwand für eine Begleitung ist individuell verschieden, er ist in erster Linie von den Wünschen der zu begleitenden Menschen abhängig, aber auch vom Zeitbudget des Ehrenamtlichen Die Mindesteinsatzzeit pro Woche beträgt eine Stunde. Jeder Bürger, der für die Hospizbewegung ehrenamtlich tätig sein möchte, kann sich bei der Koordinatorin, Frau Joachim, vorstellen. Unterstützungen aller Art sind willkommen, egal ob sie sich am Krankenbett zeigen oder bei administrativen Tätigkeiten für den Verein. Eine Anmeldung für ein Gespräch ist unter der Festnetznummer 03874-433-387 empfehlenswert.

 

  • Wer bittet um eine ehrenamtliche Hospizbegleitung?

Eine ehrenamtliche Hospizbegleitung stärkt die psychosozialen Aspekte in der medizinischen und pflegerischen Behandlung von schwerkranken und sterbenden Menschen. Aus dieser Sicht bitten meistens Ärzte und Pflegedienste um eine Unterstützung für die Familien. Aber auch pflegende Angehörige oder Freunde der Familie sprechen uns auf direktem Wege an. 

 

  • Was ist Palliativmedizin?

Palliativmedizin bietet ein ummantelndes Behandlungskonzept für schwerstkranke Patienten und deren Familien an. Sie setzt ihre Schwerpunkte bei der Symptomkontrolle und vernetzt zusätzlich bei Bedarf psychosozialen, physiotherapeutischen und/ oder ergotherapeutischen Beistand. 

 

  • Welche palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Möglichkeiten gibt es im Städtedreieck Ludwigslust/ Neustadt-Glewe/ Grabow und im Raum Dömitz?

In diesen Regionen gibt es Hausärzte mit palliativmedizinischer Zusatzqualifikation und Pflegedienste, denen Palliativ Care Fachkräfte zur Verfügung stehen. Beides sollte im individuellen Bedarfsfall vor Ort erfragt werden. 

Eine Palliativstation gibt es in den Helioskliniken Schwerin und in der Capio Elbe-Jeetzel Klinik Dannenberg. Das stationäre Hospiz "Am Aubach" in ca. 50km Entfernung steht in Schwerin zur Verfügung.

Seit dem 01. Oktober 2017 verstärkt ein Team von Palliativärzten, palliativpflegerisch spezialisierten Fachkräften und andern helfenden Händen die ambulante Palliativversorgung im Landkreis Ludwigslust-Parchim (SAPV). Dieses Team kann durch besondere Kompetenzen eine ambulante Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen bis zum Lebensende in der Häuslichkeit ermöglichen. Wenn Sie sich informieren möchten, dann schauen Sie bitte unter www.sapv-lup.de.

 

  • Wann brauche ich eine Patientenverfügung?

Heutzutage ist es für jede volljährige Person ratsam, eine Patientenverfügung zu erstellen. Mit ihr kann sie bestimmen, was medizinisch unternommen werden soll, wenn sie entscheidungsunfähig ist.

Entscheidungsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Mensch seinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann.

Die Koordinatorin des Hospizvereins e.V. , Frau Joachim, bietet Beratungsgespräche zu Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen an. Für diese Gespräche sollten Sie einen Termin vereinbaren und Zeit einplanen.

 

  • Was ist der mutmaßliche Patientenwille?

Der mutmaßliche Patientenwille muss für entscheidungsunfähige Personen ermittelt werden, wenn keine Patientenverfügung erstellt wurde. Dies gelingt nur, wenn der Patient zuvor mit seinen Angehörigen, anderen vertrauenswürdigen Menschen und den behandelnden Ärzten über seine Einstellung zu Leben und Tod im Gespräch war und klar geäußert hat, welche medizinischen Optionen für ihn in Frage kommen.

 

 

 

 

Wir sind für Sie da:

 

Hospizverein Ludwigslust e.V.

Michaela Joachim

Koordinatorin

 

Telefon: 03874 / 433387
Mobil:    0178 / 9041249
Fax:    03874 / 433284

 

Email:

Kontakt@Hospizverein-Ludwigslust.de 

 

Bürozeiten:  

Montag und Donnerstag

von 09:00 - 11:00 Uhr